Entstehung der Herkimer-'Diamanten'

Wie sind die seltenen Naturwunder entstanden?

Die Entstehung der so genannten "Herkimer-Diamanten", die ja keine wirklichen Diamanten sondern seltene und sagenhaft schöne Quarzkristalle sind, ist ein Mysterium; ein Rätsel, das bis heute nicht vollständig gelöst ist.

Eine verbreitete Theorie geht davon aus, dass kohlensäurehaltiges Wasser durch feinste Risse und Poren in das Dolomitgestein sickerte, und sich an gewissen Stellen ansammelte. Das saure Wasser zersetzte den Fels allmählich und bildete Hohlräume (Pockets). Später sickerte dann siliziumhaltiges Wasser in diese Pockets, verdampfte und hinterliess Ablagerungen aus denen sich die Kristalle bildeten. Es ist nicht sicher, wie zutreffend diese Theorie ist.

Eine andere Theorie, die auf Grund gewisser Befunde wahrscheinlicher scheint, sieht früheste Formen von Meereslebewesen an der Entstehung der Kristalle beteiligt. Hier geht man davon aus, dass in der Urzeit frühe Pflanzen den Grund des seichten Urmeeres besiedelten. An einigen Orten wurden Fossilien von grossen kabisförmigen Seegräsern (Cryptozoon) im Dolomitgestein gefunden. Es gibt zum Teil grosse elliptisch geformte Hohlräume, die viele Herkimer-'Diamanten' enthalten. Diese Pockets variieren im Durchmesser zwischen 30 und 180 cm. Man vermutet, dass diese Hohlräume durch Cryptozoon oder ähnliche Pflanzen entstanden sind, die durch Sedimente zugedeckt wurden, sich dann zersetzten und die Hohlräume hinterliessen. Die Anwesenheit stattlicher Mengen von Anthraxolit kann mit dieser Theorie ebenfalls erklärt werden. Durch Labor-Experimente hat man festgestellt, dass diese kohleähnliche Substanz das Resultat eines Zersetzungsprozesses von pflanzlichem Leben sein könnte.

Wenn man nun eine Erklärung für die Entstehung der Hohlräume hat, so bleibt noch immer die Frage offen, woher die  siliziumhaltige Flüssigkeit kam, welche diese Pockets vor ca. 450 Millionen Jahren füllte. Wie bereits erwähnt, besagt eine Theorie, dass siliziumhaltiges Wasser in die Hohlräume sickerte, verdampfte und jene Ablagerungen zurück liess, aus denen sich die Kristalle formten.

Eine weitere Theorie schlägt eine bestimmte Form von einzelligen Meereslebewesen (Radialarien) als Ursache für die Bildung der Kristalle vor. Diese mikroskopisch kleinen Meeresorganismen leben in Kolonien und existieren seit Hunderten von Millionen Jahren. Meeresbiologen ist bekannt, dass diese primitiven Lebewesen ein siliziumhaltiges Sekret ausscheiden, aus dem sich schneeflockenähnliche geometrische Strukturen bilden. Bisher hat man über viertausend verschiedene Muster solcher Siliziumsekrete identifiziert. Vielleicht wurden damals grosse Kolonien solcher Radialarien von Sedimenten eingeschlossen, sodass sich ihre siliziumhaltigen Sekrete ansammelten und sich schliesslich zu Herkimer-'Diamanten' formierten. Es sei erwähnt, dass es für diese Theorie noch wenig wissenschaftliche Beweise gibt. Jüngste Studien zur Bekämpfung von Ölteppichen auf dem Meer ziehen allerdings den Einsatz primitiver Meeresorganismen in Betracht, die sich von Öl ernähren und nach der Verdauung erstaunlicherweise mikroskopisch kleine doppelendige Quarz-Kristalle ausscheiden.

Metaphysische Erklärungen
Wo es an Fakten fehlt, blühen die Spekulationen. In der metaphysischen Literatur gibt es gechannelte Informationen, die in den Herkimer-'Diamanten' sogenannte Saat-Kristalle sehen; Kristalle also, die von einer höheren Intelligenz in der Frühzeit der Erde eingepflanzt wurden, um bestimmte multidimensionale Schwingungen zu verankern. 

Doppelendige Form mit 2 Spitzen
Eine der meist gestellten Fragen bezüglich Herkimer-'Diamanten' betrifft ihre Form. Warum ist sie doppelendig? Die Antwort ist einfach: Das Muttergestein "Dolomit" ist kein Silikat, sondern besteht allein aus Kalzium und Magnesium / CaMg[CO3]2. Der Kristall hat somit keine Bindungsmöglichkeit, was ein Verwachsen mit dem Muttergestein verhindert. Die meisten anderen Quarzkristalle formieren sich in Silikat Gestein und sind mit mindestens einem Ende fest mit dem Fels verbunden.

Starcon - sternverbunden