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  • Edwin Zimmerli

Perseiden Sternschnuppen 2020

Die Perseiden sind der bekannteste Meteorsturm im Jahr. Er findet jeweils am 12. August statt, bzw. dann, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne auf die Überbleibsel des einstigen Schweifs vom Kometen Swift-Tuttle (109P/Swift-Tuttle) trifft. Dieser wurde 1862 entdeckt und hat eine Umlaufperiode von 130 Jahren. Zuletzt war er 1992 in unserer Nähe. Das Meteorband hat eine Breite von über einer Million Kilometern. Die winzigen Staubkörner darin sind mit der enormen Geschwindigkeit von etwa 60 Km/sec unterwegs; das sind 216'000 Km/h. Die hohe Energie der Teilchen führt in der Atmosphäre zu einem hellen Aufleuchten.

Voraussetzung, dass man die Sternschnuppen sieht, ist natürlich ein klarer und möglichst dunkler Nachthimmel.


2020 erreicht der Perseidenstrom sein Maximum in der Nacht vom Mittwoch, 12. August auf den Donnerstag, 13. August. In der Regel kann man aber schon einige Tage vorher einige Sternschnuppen sehen. Sie scheinen einer Region im Sternbild Perseus zu entspringen, deshalb der Name Preseiden. Ihre Zahl nimmt bis zum erwähnten Maximum stetig zu. Mit etwas Glück kann man dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zählen.


Ein Teleskop oder eine Sternwarte braucht man für die Beobachtung nicht. Das ist sogar hinderlich, weil man dann nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels sieht. Allenfalls ist ein Weitfeld-Binokular hilfreich (auch Gucki genannt). Es verstärkt nur wenig, umfasst dafür aber aber einen ausreichend grossen Himmelsausschnitt. Am bequemsten ist es übrigens, wenn man es sich auf einen Liegestuhl bequem macht und in Richtung Perseiden blickt.


Ich war vielleicht um die 20, als ich vor vielen Jahren in einer Sommernacht mit einem Freund um etwa 3 Uhr Uhr morgens auf dem Weg nach Hause war. Es war erstaunlich warm. Wir hatten kurze Hosen und T-Shirts an. Es muss ein Wochenende um den 12. August gewesen sein, denn wir sahen Dutzende von Sternschnuppen. Ich weiss heute noch, wo wir sehen geblieben sind, um sie zu zählen. Solche Erlebnisse vergisst man nie!


Einen besonders dunklen Sternenhimmel in der Schweiz bietet der Sternenpark Gantrisch. In dieser dünn besiedelten Region bemüht man sich um die Erhaltung der Nacht.




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